Ein Unternehmen der Erdgas Südwest

Synthetische Lastprofile

Lastprofile dienen dazu, eine Abbildung des Tagesgasverbrauchs in Abhängigkeit der Tagestemperatur für eine große Anzahl von Kunden mit wenigen notwendigen und leicht erreichbaren Parametern zu ermöglichen. Je größer die Kundenanzahl im berechneten Kollektiv ist, umso genauer lässt sich das Gesamtverbrauchsverhalten der Kunden berechnen. Abweichungen beim Vergleich eines Einzelkundenverhaltens mit dem Kollektivverhalten sind möglich und auch nicht weiter verwunderlich. Eine Begrenzung der Anwendung auf eine maximale Jahresmenge und eine maximale bezogene Leistung ist daher erforderlich. Das Energiewirtschaftsgesetz nennt als Grenze für das Lastprofilverfahren 1,5 Mio. kWh Jahresverbrauch und eine Leistung von 500 kWh/h. Oberhalb dieser Grenze werden alle Kunden mit einer fernauslesbaren Lastgangmessung, soweit noch nicht vorhanden, ausgestattet.

Bei der Netze Südwest wird für das gesamte Netzgebiet der Temperaturmessort des Deutschen Wetterdienstes "Echterdingen / Flughafen" verwendet. Die Temperaturmesswerte und weitere Informationen können Sie direkt beim Deutschen Wetterdienst abrufen. Eine Aktualisierung erfolgt jeweils zum Beginn des Folgemonats.

Die Abbildung des standardisierten Energieverbrauchs der Lastprofilkunden erfolgt gemäß den Gutachten der Technische Universität München mit einer Sigmoid- Funktion, die einen normierten „h“- Wert je Lastprofilgruppe in Abhängigkeit der Tagestemperatur ermittelt. Jedes Lastprofil hat unterschiedliche Parameter, deren Einflüsse auf dem nachfolgenden Schaubild nachvollziehbar sind.

Parameter der Sigmoid-Funktion

Parameter der Sigmoid-Funktion

Für jede Lastprofilkundengruppe wurden die Parameter A, B, C und D durch die TU München berechnet. Alle Kunden, die unter die im Gesetz angegebenen Grenzen fallen, wurden von der Netze Südwest GmbH in die entsprechenden Lastprofile eingruppiert. Mit Hilfe der Sigmoid-Funktion und ihren Parametern, der Prognosetemperatur des Deutschen Wetterdienstes und dem aus der letzten Kundenabrechnung bekannten Kundenverhalten ist somit eine Belieferung von Lastprofilkunden im liberalisierten Gasmarkt jederzeit möglich.

Nach Inkrafttreten der GasNZV muss zum 1.10.2011 zu den bereits bestehenden Lastprofilen von 2002 zusätzlich das Kochgaslastprofil zwingend angewendet werden. Wir verwenden daher eine Mischung aus den Lastprofilparametern der TU München von 2002 und den Lastprofilparametern gemäß dem Leitfaden von 2007. Mit Datum zum 01.10.2016 werden die bisher verwendeten Lastprofile durch die Lastprofile gemäß TU München 2007 abgelöst.

Download der verfahrensspezifischen Parameter der Netze Südwest

Seit Inkrafttreten des Grundmodells der Ausgleichsleistungen und Bilanzierungsregeln im Gassektor (GABi Gas) am 01.10.2008, werden die Mehr-/Mindermengen durch den Marktgebietsverantwortlichen ausgeglichen. Alle Mehr-/Mindermengenabrechnungen werden zum 01.10.2008 abgegrenzt.

Preiskonditionen Ausgleichsenergie

Für die Mehr-/Mindermengenabrechnung ab dem 01.10.2008 gelten die Konditionen des Marktgebietsverantwortlichen NCG.

Störungsnummer

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Nordbaden und Bodensee (0,06 €/Anruf)

0180 205 62 29

Oberschwaben und Schwäbische Alb

0800 082 45 05
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